Privathaftpflichtversicherung für Studenten – warum sie so wichtig ist

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Studenten stehen mehr und mehr unter Druck. Leistungsdruck, Zeitdruck, Geldnot – das alles belastet die kognitiven und physischen Leistungen und im schlimmsten Fall somit auch unbeteiligte Dritte. Kaum ein Student ist sich vor Studiumsbeginn darüber im Klaren, welchen Versicherungsschutz er bereits besitzt, und welchen er neu abschließen sollte. Im Gegensatz zur Krankenversicherung, welche bei der Immatrikulation vorgewiesen werden muss, ist die Privathaftpflichtversicherung keine Pflicht, jedoch ein absolutes „Muss“. Denn per Gesetz ist jeder Bürger dazu verpflichtet, durch ihn entstandenen Schaden zu begleichen, sowohl bei Sach- als auch Personenschäden. In jedem Falle haftet man mit seinem gesamten Vermögen.Wenn Marco W. also im Stechschritt durch die Mensa hetzt, um gerade noch rechtzeitig zum alles entscheidenden Kolloquium zu kommen und dabei den Inhalt seiner Kaffeetasse über den Laptop eines Kommilitonen verteilt, ja was dann? Im wünschenswerten Idealfall ist Marco W. unverheiratet und war vor dem Studium noch nicht berufstätig. Dann greift die Familienversicherung – natürlich nur, wenn die Eltern auch eine Privathaftpflichtversicherung besitzen. Bis zum Studiumsende sind Studenten bei ihren Eltern mitversichert. Der Abschluss einer eigenen Privathaftpflichtversicherung ist bereits verheirateten oder vor dem Studium bereits berufstätigen Studenten ans Herz gelegt. Risiken gibt es im Studentenleben mehr als genug. Wichtig zu erwähnen ist außerdem, dass der Versicherungsschutz einer Privathaftpflichtversicherung auch während eines vorübergehenden Aufenthaltes im Ausland, beispielsweise eines Auslandssemesters besteht. Im europäischen Ausland gilt er oft unbegrenzt, in anderen Ländern bis zu einem Jahr. Abgesehen von materiellen Schäden, die bei praktisch jeder Gelegenheit entstehen können (Schlüssel für Schließanlage im Hiwi-Job verloren, teure Bibliotheksbücher beschädigt, zerbrechlichen Laborutensilien unsanft begegnet …) ist der noch wichtigere Faktor der Personenschaden. Bei Personenschäden, bis hin zur fahrlässigen Tötung, kann die Schadenssumme in die Millionenhöhe schnellen. Da reicht es schon aus, beim Hochschulsport etwas zu engagiert zu sein und schnell wird das harmlose Foul zur Katastrophe. Ohne eine Privathaftpflichtversicherung kann in diesem Fall nicht nur für den Geschädigten die Karriere zu Ende sein. Daher ist es wichtig, auch schon bereits bestehende Versicherungspolicen einer Privathaftpflicht auf die Deckungssumme bei Sach- und Personenschäden zu überprüfen. Ältere Policen mit einer Deckungssumme von einer Million Mark sind zum Beispiel nicht mehr zeitgemäß und sollten dringend aktualisiert werden. Empfohlen ist eine Deckungssumme von 3 Millionen Euro, besser noch 5 Millionen Euro. Letzteres kostet jährlich im Verhältnis oft nur einen geringen Aufpreis. Auch wenn bereits eine Privathaftpflichtversicherung der Eltern besteht, lohnt es sich in vielen Fällen doch, eine eigene Police abzuschließen. Denn das Studiumsende naht schnell und in dem Trubel geht ein neuer Versicherungsabschluss schnell unter, weswegen nicht wenige Hochschulabsolventen plötzlich ohne Versicherungsschutz dastehen.

Martin Nieser    MartinNieser@web.de Tags: , , , , , , , , , , , , , , ,
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